Dt. Meisterschaften 2020

Dt. Meisterschaften 2020

Resümee deutsche Meisterschaften 2020 in Braunschweig

Am 8. & 9. August fanden in Braunschweig unter ganz besonderen Vorzeichen die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2020 statt. Sowohl national als auch international wurden die Titelkämpfe von hohem Interesse begleitet – denn ihre Ausrichtung war in Zeiten der Corona-Pandemie eine große Herausforderung, der sich bisher noch keine große Leichtathletik-Nation gestellt hatte.

Den Anfang machte am Samstagvormittag die U20-Starterin Emilia Grahle, die sich über die 400m sehr gut präsentierte. Mit 54,66 sec schaffte sie zum Saisonhöhepunkt eine neue persönliche Bestzeit und lief auf Rang fünf ihres Vorlaufes.

Kevin Joite kam in seinem 400m-Vorlauf in 47,10 sec auf Rang zwei hinter Marvin Schlegel aus Chemnitz und qualifizierte sich sicher für den Endlauf am Sonntag. Er erreichte ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit.

Bundestrainerin Claudia Marx schätzte ein: “Ich bin sehr zufrieden mit beiden. Kevin hat im richtigen Moment abgerufen, was er kann. Ich glaube und hoffe, dass da noch mehr geht am Sonntag im Finale. Er hat sich mal wieder zum richtigen Zeitpunkt sehr gut präsentiert. Emilia hatte endlich mal gute Bedingungen gehabt diese Saison und hat abgerufen, was sie kann. Auf Platz 9 bei den Frauen als Jgendliche muss sie sich nicht verstecken. Das war für beide wichtig für den Kopf und auch für mich als Trainerin, weil es die Bestätigung ist für die lange Arbeit in dieser schwierigen Saison.”

Chiara Schimpf ging am Samstagabend über die 100m an den Start und wurde in ihrem Lauf mit 11,93 sec Fünfte. “Sie war in Braunschweig, um Wettkampfpraxis zu sammeln. Sie war ja schwerer verletzt und hat lange Pause gemacht. Daher war es für mich ein Schritt weiter in dem Prozess: Wie kommen wieder auf die Bahn. Das hat sie gut gemacht. Sie macht ab der Hälfte des Rennens noch ihre Fehler, aber daran arbeiten wir und dann werden statt 11,90 sec wieder 11,60 stehen. Da bin ich sehr optimistisch. Sie wird in den nächsten Wochen bei vielen kleineren Meetings starten, um wieder reinzukommen, danach werden wir eine Pause machen und dann hoffentlich eine gute Hallensaison laufen”, sagte Trainerin Claudia Marx.

Am Sonntag waren dann mehrere Medaillenkandidaten im “Rennen”. Über die 3000m Hindernis verteidigte Karl Bebendorf eindrucksvoll seinen Titel aus dem Vorjahr. In 8:42,42 Minuten ließ er den Zweitplatzierten Tim Stegemann fast sechs Sekunden hinter sich. Martin Grau wurde Dritter. “Neben der großen Aufregung im Vorfeld, kam es dann auch noch zu einer Hitzeschlacht, vor der ich ziemlich Respekt hatte. Ich fühlte mich gut und war auf den Punkt fit, mein Trainer konnte dies nur bestätigen und somit konnte rein theoretisch nix schief gehen. Aber so leicht ist es leider auch nicht: nachdem ich lachend die ersten 2000m in der Führungsspitze mitlief wartete ich nur bis jemand die Chance ergreift und Tempo verschärft. Dieser Angriff kam von Martin Grau 600m vor dem Ziel. Ich fühlte mich aber so gut, dass ich ihn direkt 150m später wieder überholte an die Spitze lief. Wie von der Mittelstrecke gewohnt, verschärfte ich das Tempo noch mal und konnte mich direkt 5 Meter absetzen. Damit hat wohl keiner gerechnet – doch genau dieses Szenario bin ich schon 1000 Mal in meinem Kopf durchgegangen. Ich drückte mit jeden Schritt auf das Tempo und nahm jedes Hindernis sehr aggressiv, was mir dann 200m vor dem Ziel schon einen 20 Meter Vorsprung verschaffte. Das motivierte mich natürlich noch mehr den letzten Wassergraben fast zu überspringen und mit langem Schritt in Richtung Ziel zu spurten. Nach dem letzten Hindernis drehte ich mich noch ein letztes Mal um und konnte mich ins Ziel vor leeren Rängen ausrollen lassen. Nach dem Rennen bin ich sehr glücklich das alles so funktioniert hat wie ich es mir vorgestellt habe”, sagte Karl.

Über die 400m war Kevin Joite am Samstag ins Finale gelaufen. Seine Zeit bestätigte er im Endlauf noch einmal. In 47,12 Sekunden lief er auf Rang sieben.

Frieder Scheuschner und Dominik Wache gingen über die 200m an den Start. Dominik lief in 21,32 auf Rang vier in seinem Vorlauf. Frieder Scheuschner qualifizierte sich in 21,18 Sekunden für den Endlauf. Dort  kam er im letzten Rennen der Meisterschaften am Sonntagabend in 21,24 Sekunden auf Platz sieben ins Ziel.

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